Ihr Wandertags-Ausrichter 2018 –

der Teutoburger-Wald-Verband e. V.

1902 – in diesem Jahr wurde bereits der 15. Deutsche Wandertag in Stuttgart begangen – traf man sich bei der „Generalversammlung“ des Verschönerungsvereins in Borgholzhausen (heute: Kreis Gütersloh). Hier ergriffen einige Herren die Initiative, „die Schönheit und Individualität der näheren Heimat für den Fremdenverkehr“ zu erschließen. Von Tourismus im heutigen Sinne war damals noch keine Rede.

Am 6. Juni 1902 wurde in Dissen (heute: Landkreis Osnabrück) – vorwiegend auf Betreiben von Gast- und Pensionswirten, aber auch unterstützt von Behördenvertretern der umliegenden Gemeinden – der Verein gegründet, der zunächst den Namen „Teutoburger Gebirgs- Verband“ führte. Seine Hauptaufgabe sah er darin, den Kammweg über den Teutoburger Wald – eines der wenigen deutschen Mittelgebirge – zu kennzeichnen. Noch heute ist der sog. Hermannsweg (Zeichen: H) mit seinen 156 Kilometern zwischen Rheine und den Externsteinen das Rückgrat der markierten Wanderwege der Region; er wird mit dem sich anschließenden Eggeweg (Zeichen: X) unter dem Begriff „Hermannshöhen“ beworben.

Mit speziellen Karten für Wanderer trat der Gebirgsverband ab 1903 an die Öffentlichkeit; zudem konnten namhafte Vertreter der anliegenden Städte und Gemeinden für eine Mitarbeit gewonnen werden. Die positiven Auswirkungen des „Fremdenverkehrs“ rechts und links des Teutoburger Waldes waren nicht von der Hand zu weisen.

Während des Ersten Weltkrieges war die Vereinstätigkeit jedoch eingeschränkt, weil viele Mitglieder „zu den Fahnen“ gerufen wurden. 1919 beschloss man, die bisherige Tätigkeit fortzusetzen. Ein danach in mehreren Auflagen erschienener Wanderführer „Der Teutoburger Wald“ und aktuelle Wanderkarten sind in der Chronik stolz vermerkt.

Während des Zweiten Weltkrieges ruhte die Vereinstätigkeit erneut, die erst 1950 wieder aufgenommen wurde. In diesem Jahr wurde der Verein Mitglied im „Verband Deutscher Gebirgs- und Wanderverein“ (heute kurz: Deutscher Wanderverband – DWV).

In den jetzt 115 Jahren seit der Gründung hat der Verein verschiedene Namen getragen: „Verkehrsverband Teutoburgerwald und angrenzende Gebiete“, „Gebirgsverein Teutoburgerwald“ und – seit 1958 – „Teutoburger Wald-Verein“. Der jetzige Name „Teutoburger-Wald-Verband“ (TWV) gilt erst seit Mai 2016. Durch eine Satzungsänderung hat man nach 58 Jahren aus dem „Verein“ einen „Verband“ und damit deutlich gemacht, dass der Ausrichter des 118. Deutschen Wandertages ein Dachverband ist. Er hat nämlich unter seinen zurzeit 22 Mitgliedsvereinen 3 (Orts-)Vereine, die sich ebenfalls „Teutoburger-Wald-Verein“ nennen. Persönliche Mitglieder hat der TWV nicht. Durch die Namensänderung in „Verband“ soll erreicht werden, dass eine Verwechslung mit den Ortsvereinen gleichen Namens vermieden und die Tätigkeit als Dachverband mehr herausgestellt wird.

In seinem Verbandsgebiet betreibt der TWV etwa 4.000 Kilometer Wanderwege, von denen der Hermannsweg („Hermannshöhen“) und der „Hansaweg“ durch den DWV zertifiziert sind (Stand: Juli 2017) und die beide zu seinen 12 Hauptwanderwegen gehören. Daneben gibt es noch etliche Bezirkswanderwege, große Rundwanderwege, Themenwege und andere Strecken.

Der Teutoburger Wald, dessen höchste Erhebung immerhin 446 m ü. NN. misst, bietet mit seinem Umland für jeden Wanderer – aber auch für die anderen Touristen – Sehenswertes, was man schon bei der Gründung des TWV-Vorgängervereins erkannt hat.